Make B- not Love!

Was für Rio de Janeiro der Karneval und für Venedig auch der Karneval, ist für Berlin die Loveparade. Na eigentlich war für Berlin die Loveparade, da das Projekt nach einigen Jahren Auslagerung 2010 an Duisburgs Absperrzäunen ein jähes Ende gefunden zu haben schien.

Vom libanesischen Dealer in Kreuzberg bis zur norddeutschen Kampflesbe mit H.P.- Baxxter-Gedenk-Haarschnitt aus Neukölln ging nun aber letzte Woche eine Welle der Euphorie durch Berlin: Die B-Parade kommt. Die Nachfolgeveranstaltung der Loveparade soll Berlin wieder zum Mekka der Entartung und Sodomie werden lassen. Aus der ganzen Welt kommen sie wieder angereist: Dealer und Exhibitionisten, Prostituierte und Junkies, Hörgeschädigte, Bi-, Homo-, und Transsexuelle und Ex-CSU-Nachwuchspolitstars, um sich Geschlechtskrankheiten, Überdosen und ihren ganz persönlichen Tinitus, made in Germany, abzuholen.

Auch die Stadt Berlin freut sich wieder auf die Massen an Ravern, sowie die Berge von Müll, die Seen aus Urin und die Mengen an gebrauchten Kondomen, die sie im Tiergarten entlang der Straße des 17. Juni wohl hinterlassen werden. „Det jing mir schon irgendwie ab! Alled viel zu sauber hier“, so eingesessene Berliner.
Berlin setzte sich bei der Wahl des Austragungsortes nur knapp gegen Iserlohn durch. „Das Berliner Konzept der B-Parade hatte schlussendlich einfach mehr Drive als die Idee einer „Sauerland-Parade“ in Iserohn“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gilt als Garant für Unvergessliches: Rainer Schaller

Um den Erfolg der Party zu gewährleisten, sollen auch circa  40% des Budgets in die Kaution von Rainer Schaller investiert worden sein. Der Fitness-Studio-Magnat und Event-Veranstalter gilt schließlich als Garant für unvergessliche Parties.

Die, auch als liberale Spasspartei bekannte FDP,  reagierte sofort und meldete nur wenige Minuten nach Bekanntgabe des Ereignisses einen eigenen Truck mit dem Namen „Westerwave“ an. „Die Fans dieses Events sind junge, freizügig – also liberal eingestellte, homobitranssexuelle, teilefressende Jungwähler, die die FDP sich hier gefügig machen kann, um so bei den nächsten Wahlen vielleicht doch noch mehr als 3% zu schaffen“, wie aus Kreisen der Bundes-FDP zu hören ist.

>Bild: McfitDE, cc

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