Geile TV-Revolution

Nach der epischen RTL-Sendung „Der Bachelor“ steht Deutschland ein neuer TV-Coup bevor: „Der Freier“. Der Elephant hat exklusiv herausgefunden, worum es sich bei dem exquisiten Happening handelt, das die demographische Entwicklung aufmischen soll wie Bratensauce: ein Wochenende in einer Luxus-Badeanstalt in Budapest, 10 Männer, 500 Frauen. Derjenige Hengst, der innerhalb von 48 Stunden die meisten Kinder zeugt, wird „Der Freier“.

Wie früher wird Deutschland für ein Wochenende wiedervereint sein vor dem TV: Sogar der spitzeste Priester lässt für eine Stunde die Finger von seinem Ministranten und auch der härteste Säufer gönnt seiner Alten eine Prügelpause. Unterstützt wird „Der Freier“ von der Extra-Profit-Organisation „Vögeln für die Rente“ – der Vorsitzende Roland Rollig sagt dazu: „Beine hoch, die Angela braucht Steuerzahler. Jetzt können die Damen der Schöpfung mal zeigen, wie belastbar sie sind.“ Moderiert werden soll das Spektakel angeblich von Sonja Zietlow. Als Sponsor ist eine deutsche Versicherungsgruppe mit vier Buchstaben im Gespräch. Ein Insider kündigt bereits vollmundig an: „In Ungarn sind wir noch immer auf unsere Kosten gekommen.“

Budapester Bäder als Kulisse für das TV-Event

Budapester Bäder als Kulisse für das TV-Event

Also, nicht zögern und mitmachen, ja genau, Du kannst Fernsehgeschichte schreiben und Gottschalk und Elstner endgültig den Rest geben!

Du bist jung, von Natur aus geil und schmerzfrei? Dir ist langweilig, nachdem Du die Schule geschmissen hast? Na, super, dann pack Deine schönsten Ed-Hardy-Shirts ein und schwing Dich von der Couch. Einfach Deine Bewerbung per Mail an von-natur-aus-geil@der-freier.net und Du kannst in nur wenigen Tagen vor einem Millionenpublikum Deine letzte Würde verlieren.

Rainer SchallerBild: Joe Mabel, cc

1 Kommentar zu "Geile TV-Revolution"

  1. Richtige Intention, aber wie versprochen „Satire auf unterstem Niveau“. Die totale Unsachlichkeit mal ausgenommen, ist der Priesterwitz eine latente Beleidigung an den Intellekt des Autors. Wer sich heute nicht gegen steigende Perversität, Rassismus und Suchtmittelkonsum auflehnt, sondern die Kirche und damit die Arbeit tausender Sozialprojekte mit Füßen tritt, der hat leider den obligaten Zug aus der Erbärmlichkeit verpasst.

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