Der Elephant auf der Berlinale

Die Redaktion ist in der Hauptstadt über rote Teppiche und durch Blitzlichtgewitter gejagt.  Nur um die heißesten neuen Streifen zu entlarven. Hier sind die Geheimtipps der Redaktion:

Ziemlich dumme Freunde

Bei seinem letzten Kampf wird der Boxer A. Schulz (gespielt von A. Schulz) so vermöbelt, dass er von den Zehen bis zur Glatze gelähmt ist und fortan im Rollstuhl sitzt – eigentlich funktioniert nur noch seine Berliner Schnauze. Axel kann nicht mal mehr seine Fackelmann-Grillzange halten, wird zunehmend depressiv, Selbstmord scheint der einzige Ausweg zu sein.

Doch plötzlich verändert eine Person sein tristes Leben: sein neuer Pfleger R. Moeller (gespielt von R. Moeller). Der arbeitslose Schauspieler wurde vom Jobcenter gezwungen, sich um den hilflosen Glatzkopf zu kümmern und entdeckt dabei, dass es mehr im Leben gibt als Eiweiß-Shakes und Steroide. Die beiden Minderleister freunden sich an, führen tiefsinnige Gespräche über Kurzhanteln und Dosenpfand – und Ralf dreht für Axel sogar die Kotellets auf dem Grill um.

Das Fazit der Redaktion: Ein bewegender Film über zwei sehr dumme Menschen – und eine muskulöse Freundschaft.

Lothar Cabret

Niemand weiß, dass in einer verlassenen Schönheitsfabrik der geheimnisvolle Lothar (gespielt von Lothar M.) lebt. Nach der Ehe mit einem 16-jährigen Supermodel aus Kasachstan hat Lothar die Schnauze voll und flieht vor Demütigung und Spott. Auf seiner Flucht wird er auf einige Proben gestellt: Schönheitschirurgen, Steuerfahnder, seine 25 Ex-Frauen und die Brustimplantate-Mafia machen ihm zu schaffen.

Das Fazit der Redaktion: Ein Film mit Herz für die ganze Familie, starke Bilder und Emotionen. Brillant ist der Hauptdarsteller mit dem unbeholfenen Charme eines Halbidioten. Überragend ist der Film in 3D. Lothars gebissstarkes Lächeln und sein fränkischer Charme werden auch den härtesten Brocken im Publikum rühren.

 

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